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Andreas Spengler

Kontaktdaten

Rotdornstr. 10
31515 Wunstorf

Telefon: 05031 - 972190

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Kurzbeschreibung

Andreas Spengler engagiert sich seit Mitte der 1960er Jahre als Maler und Zeichner. Seit 1968 griff er 1968 Anregungen aus dem Deutschen Informel auf, vor allem in der Begegnung mit WOLS. Er bleibt dieser Ausdrucksform treu und entwickelt seine Arbeiten in der Tradition einer ungegenständlichen Phantastik weiter. Seine Handschrift zeigt farbige spontane Gestik und graphische Elemente, die er assoziativ ausbreitet und mit oft Andeutungen, Zeichen oder Figurationen unterlegt. Er variiert dies um 1968-1972 in phantastisch-realistischen Zeichnungen. Technisch stehen seit 1968 Aquarelle im Mittelpunkt, seit 2000 Mischtechniken mit Gouache, zumeist auf Papier. In den letzten Jahren erweitert er die Palette durch Materialien wie Holz, Papyrus oder Naturfasern, seit kurzem auch mit Collagen und Objekten, etwa in einer neuen Werkgruppe „Rote Liste“ und der Werkgruppe "Löschpapier" mit benutzten Löschpapieren, die in Collagen und mit Malerei verarbeitet sind. Das Projekt wird objektplastisch und in Aktionen erweitert.

Biographie

Geboren 10.6.1947 in Goslar. Verheiratet. 2 berufstätige Kinder.

Schulbesuch in Wuppertal bis 1966. Ev. Studienwerk Villigst 1966.

Hauptberuf: Medizinstudium in Erlangen und Hamburg bis 1972. Berufsausbildung zum Psychiater und Psychotherapeuten und Promotion 1976 in Hamburg, apl. Professor 1986 (Medizinische Hochschule Hannover). Forschung, Lehre. 1988-2008 Ärztlicher Direktor am ehemaligen LKH / KRH Psychiatrie Wunstorf. Seit 2008 Privatpraxis. Ehrenamtliche Tätigkeiten.

Bildnerische Tätigkeit: Schüler von C. Henning + bis 1966. Seit 1963 nebenberufliche autodidaktische Arbeit. 1969 bis 1974 phantastisch realistische Zeichnungen. Seit 1968 bis heute informelle ungegenständliche Arbeiten auf Papier: Aquarelle, seit 2008 auch Gouachen und Mischtechniken. Anregungen aus dem Deutschen Informel vor allem von WOLS 1967. Ab 2009 Mischtechniken und 2012 Objektgruppe Rote Listen sowie "Löschpapierprojekt". Dieses Projekt verwendet benutzte Löschpapierstreifen mit ihren Tintenspuren als objets trouvées und gibt ihnen mit ihrer Geschichte in Collagen ein "second life". Das Projekt wird objektplastisch und in Aktionen erweitert und fotografisch begleitet.

Berichte: NeuroTransmitter Okt. 2008 S. 86-88, Medizin + Kunst 20, IV.Quartal 2008, S. 20, lokale Presseberichte,

Österreichische Forschungsgemeinschaft ÖFG, AG Wissenschaft und Kunst: "Als Arzt und Künstler im Dialog mit Patienten und Werken", Wien, 17.11.2013 - Otto Neumaier (Hg.): Grenzgänge zwischen Wissenschaft und Kunst. Wien - Berlin - Münster, LIT Verlag 2015: 41-52 im Druck.

Vgl. auch http://kulturserver.de/-/kulturschaffende/detail/69786

Seit 2008 Engagement für die art brut und die "Psychiatrische Kunstgeschichte".
Ausstellungsmanagement und kuratorische Mitwirkung mit Siegfried Neuenhausen bei der Ausstellung „Elementarkräfte – Schaffen und Werk psychiatrieerfahrener Künstler über 100 Jahre“ im KUBUS, Hannover April-Mai 2010. Katalog ISBN 978-3-88414-599-9, weiteres siehe www.elementarkraefte.de
Projekt "Julius-Klingebiel" über einen Maler, der als Psychiatriepatient 1939 erkrankte, die NS-Tötungsaktionen überlebte und 1951 bis 1965 weiter im Göttinger Verwahrungshaus interniert war, wo er seine Zelle ausmalte. vgl. www.julius-klingebiel.de mit umfassenden Informationen. Buchveröffentlichung
Spengler, A., M. Koller, D. Hesse (Hg.) (2013): Die Klingebiel-Zelle. Leben und künstlerisches Schaffen eines Psychiatriepatienten. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.  Zahlreiche Presseberichte, NDR-Film "Ausbruch in die Kunst" (A.Schmidt, 45 min., 2015), Ausstellungen u.a. in der Sammlung Prinzhorn Heidelberg 2013, Museum Gugging 2015, Sprengelmuseum Hannover 2015.

 

 



Ausstellungen / Aufführungen / CD-Einspielungen

Einzelausstellungen:

6 / 1968 Haus Villigst, Schwerte

1 / 1969 Galerie Töpferscheibe, Nürnberg

7 / 1970 Galerie Libresso, Hamburg

1 / 1974 Produkt Galerie, Hamburg

5 / 2008 Ärztehaus Hannover

8 / 2009 Stadtkirche Wunstorf

5 / 2011 Ev. Akademie Loccum

11 / 2012 Kassenärztliche Bundesvereinigung Berlin

5 / 2014 Tagungszentrum der Ev. Kirche von Westfalen Haus Villigst

9 / 2014  Bildungs- und Tagungszentrum HVHS Springe

5 / 2016  Ehemalige Synagoge Ahrweiler

6 / 2016 Performance und Löschpapieraktion: "Offenes Goldenes
Buch", Neubürgerempfang Stadt Wunstorf

 

Ausstellungen zu zweit und Beteiligungen u.a.

11 / 1969        Jahresschau Bergischer Künstler, Wuppertal

2 / 1970          Jahresschau Bergischer Künstler, Wuppertal

11 / 2011        Titelbildwettbewerb Psychiatrische Praxis (Thieme)
                       mit Wanderausstellung

9 / 2013         Kunstforum MH Hannover mit Martina Rick

2 / 2015         Galerie Intermezzo, Kunstverein Barsinghausen

3 / 2015         Kunstscheune Steinhude - mit Marga Falkenhagen

4 / 2015         Asklepios Fachklinikum Göttingen - mit Martina Rick

7 / 2015         Forum Stadtkirche Wunstorf: Kunst im Turm 

ab 11 / 2015  Arthothek, Kunstverein Neustadt /Rbg.

1 / 2016         Schloß Landestrost, Jahresgaben KV Neustadt Rbg.


Im öffentlichen Raum: 2001 Mahnmal für NS-Opfer (Holz, Bronzetafel) KRH Psychiatrie Wunstorf, Park

Aquarell "Stadt" 1968 im Rathaus Wunstorf

 



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